Unter der Voraussetzung der Zustimmung des Parlaments kann die Erfolgsgeschichte von J+S damit weitergeschrieben werden.


Swiss Olympic hat sich deutlich gegen die im sogenannten Entlastungspaket 27 (EP27) des Bundesrats vorgesehenen Kürzungen in der Sportförderung positioniert. Das Paket sieht unter anderem jährliche Einsparungen von über 17 Millionen Franken in der Sportförderung vor – etwa bei Beiträgen für Sportinfrastruktur und internationalen Sportanlässen, was aus Sicht von Swiss Olympic den Sport in der Gesellschaft schwächen würde.
Swiss Olympic hat die im Entlastungspaket des Bundes vorgeschlagenen Kürzungen aktiv analysiert und sich sowohl im Rahmen der Vernehmlassung mittels Stellungnahme als auch im Rahmen von Anhörungen vor verschiedenen Parlamentskommissionen klar dagegen positioniert. Ziel war es, die negativen Auswirkungen der geplanten Einsparungen auf den Schweizer Sport transparent aufzuzeigen und politische Entscheidungsträger*innen für die Bedeutung einer stabilen Sportförderung zu sensibilisieren.
Zur Verstärkung der Wirkung hat Swiss Olympic den Dialog mit Mitgliedsverbänden, Partnerorganisationen und weiteren Akteur*innen des Sports gesucht. Durch abgestimmte Positionen wurde eine geschlossene Haltung des organisierten Sports gegenüber der politischen Öffentlichkeit sichergestellt.
Die Argumente gegen die Kürzungen wurden über gezielte Kommunikationsmassnahmen verbreitet – unter anderem über die Website, Medienarbeit und Hintergrundinformationen. Dabei wurde betont, welchen gesellschaftlichen Mehrwert der Sport in den Bereichen Gesundheit, Jugendförderung, Integration und Standortattraktivität leistet. Swiss Olympic führte Gespräche mit Vertreter*innen von Bund, Parlament und zuständigen Behörden, um auf die langfristigen Folgen der Sparmassnahmen hinzuweisen. Im Rahmen der Beratungen zum Entlastungspaket im Ständerat wurden zwei Vorstösse in zwei Themenfelder mit je einem Prüfauftrag vorbereitet. Die mögliche Annahme durch das Parlament erfolgt in der Frühlingssession 2026.
Das Engagement wurde in den übergeordneten sportpolitischen Kontext eingebettet und als Teil einer langfristigen Strategie positioniert, die sich für verlässliche Rahmenbedingungen und nachhaltige Investitionen in den Schweizer Sport einsetzt.
Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (Hundesport/Agility) wurde als neuer nationaler Sportverband aufgenommen. Die Mitgliederstruktur wird ab 2027 erweitert, indem die Kategorie «Nationale Sport- und Bewegungsförderer» eingeführt wird und «Partnerorganisationen» zu «Netzwerkorganisationen» umbenannt werden.
Diese Fakten zeigen die quantitativen Argumente, mit denen Swiss Olympic in der Vernehmlassung darlegt, welche finanziellen Auswirkungen das Entlastungspaket 27 auf die Sportförderung hätte und warum der Verband sich dagegen ausspricht.
Swiss Olympic vertritt 87 Sportverbände und 30 Partnerorganisationen mit insgesamt rund 2,5 Millionen aktiven Mitgliedern.
Im Jahr 2024 wurden 10,85 Millionen Franken für die Nutzung nationaler Sportzentren an Verbände ausbezahlt, damit rund 7000 Leistungs- und Spitzensportler*innen optimal vorbereitet werden konnten.
Es gibt 153 Sportanlagen von nationaler Bedeutung (Stand Feb. 2025), die von der Bundesförderung profitieren und sportliche Infrastruktur im ganzen Land darstellen.
Über 600’000 Kinder und Jugendliche nehmen jährlich an J+S-Kursen und -Lagern teil.
Rund 18 Millionen Franken jährliche Einsparungen durch das Entlastungspaket 27 werden abgelehnt.
Kürzungen bei den Unterstützungsbeiträgen für die Nutzung von NASAK-Anlagen in Höhe von jährlich 10 Millionen Franken.
Streichung der Beiträge für wiederkehrende internationale Sportanlässe.
Swiss Olympic begrüsst die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung des Kredits für das Programm Jugend+Sport und dankt insbesondere Sportminister Martin Pfister für dieses wichtige Signal zugunsten des Kinder- und Jugendsports.
Die Covid-19-Pandemie hat den Schweizer Sport nachhaltig belastet. Viele Verbände und Vereine kämpften 2022 noch immer mit Mitgliederrückgängen, ausfallenden Einnahmen, überlasteten Ehrenamtlichen sowie organisatorischen und finanziellen Unsicherheiten. Der Bund stellte deshalb für das Stabilisierungspaket 2022 Sport einen Kredit von 50 Millionen Franken zur Verfügung. Das Ziel des Bundes war es, den organisierten Sport zu stabilisieren, Modernisierungsschritte zu ermöglichen und langfristige Schäden zu verhindern.
Mit der Umsetzung des Stabilisierungspakets wurde der Dachverband Swiss Olympic betraut. Die Verbände konnten einerseits Beiträge für die Mitfinanzierung von Revitalisierungsmassnahmen beantragen, anderseits für die Deckung von Covid-19-bedingten Schäden.
Bis Projektende im Juni 2025 sind 139 Revitalisierungsprojekte umgesetzt worden. Damit wurden von den CHF 50 Mio. Franken effektiv 25,85 Mio. eingesetzt. Diese Projekte haben zentrale Grundlagen für die Digitalisierung, Professionalisierung und die Weiterentwicklung der Nachwuchsarbeit im Schweizer Sport geschaffen. Damit war das Stabilisierungspaket 2022 ein wichtiger, befristeter Impuls, der die Folgen der Covid-19-Pandemie abgefedert hat. Es hat gezeigt, dass die öffentliche Hand auch mit einmaligen Mitteln relevante Entwicklungen im Sport auslösen kann – und dass besonders in der Digitalisierung weiterhin grosser Bedarf besteht.