
InternationalisierungStärkung des internationalen Engagements
Erste Schritte dazu konnten im Berichtsjahr 2025 mit folgenden Besetzungen erreicht werden:
- Ruth Metzler-Arnold
Wahl in das Audit-Committee der Europäischen Olympischen Komitees (EOC) - Pascal Jenny
Wahl zum Vorsitzenden der Kommission für Organisation und Wettbewerb der International Handball Federation (IHF) - Roger Schnegg
Wahl in die Kommission «Gender Equality, Diversity and Inclusion» der Europäischen Olympischen Komitees (EOC) - Markus Pfisterer
Wahl in die Ethikkommission der Europäischen Olympischen Komitees (EOC) - Cédric Schlosser
Wahl in die Esports-Kommission der Europäischen Olympischen Komitees (EOC)
Seit mehreren Jahren engagiert sich Ruth Wipfli Steinegger im Olympischen Komitee der International Tennis Federation (ITF). In ihrer Funktion sitzt die Vize-Präsidentin von Swiss Olympic sowie Vizepräsidentin International von Swiss Tennis in diversen Gremien und ist zudem langjähriges Mitglied des Boards der Swiss Gstaad Open. Im Austausch spricht Ruth Wipfli Steinegger über ihre vielfältigen Engagements und sagt, welche Bedeutung die internationale Vernetzung für den Schweizer Sport hat.
In Deiner Funktion als Vizepräsidentin International von Swiss Tennis vertrittst Du den Schweizer Tennissport weltweit. Welche Bedeutung hat eine starke Schweizer Stimme in internationalen Verbänden?
Die Schweiz geniesst international generell hohes Vertrauen. Wir verfügen über starke Athletinnen und Athleten und darüber hinaus über grosse Kompetenz bei der Organisation und der Durchführung von Sportgrossanlässen. Unser Qualitätsanspruch und die Zuverlässigkeit verleihen uns eine hohe Akzeptanz im Vergleich zur Grösse unseres Landes. Diese Ausgangslage können wir nutzen und unsere Stimme einbringen, wenn es darum geht, Herausforderungen zu bewältigen, mit denen der internationale Sport konfrontiert ist. Eine starke Stimme stärkt einerseits den Schweizer Sport und andererseits auch die Glaubwürdigkeit der internationalen Sportorganisationen.
Swiss Olympic verfolgt das Ziel, die internationale Präsenz des Schweizer Sports auszubauen. Wo siehst Du für die Schweiz noch ungenutztes Potenzial?
Wir können unsere Expertise in der ganzheitlichen Betreuung von Athletinnen und Athleten noch stärker einbringen. Dazu gehören beispielsweise duale Bildungs- und Karrierewege sowie die gezielte Nachsport-Betreuung. Weiteres Potenzial sehe ich im Bereich Nachhaltigkeit und innovativen Klimaschutz-Aktivitäten, wie beispielsweise der vom IOC prämierte Swiss Olympic Klimafonds für umweltfreundliche Projekte von Verbänden und Vereinen.
Du bist auch Co-Präsidentin des Vereins Switzerland 2038, der Olympische und Paralympische Winterspiele in die Schweiz holen möchte. Was motiviert Dich, dieses Projekt voranzutreiben?
Die Idee, Olympische und Paralympische Winterspiele wieder in die Schweiz zu bringen, ist eine faszinierende Chance für unser Land. Wir haben ideale Bedingungen, eine starke Wintersportkultur und die Möglichkeit, ein neues, nachhaltiges Modell für zukünftige Spiele zu entwickeln. Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 in der Schweiz sind mehr als nur ein Sportevent – es ist ein einmaliges, gemeinsames, vereinendes und inspirierendes Projekt für und von der Schweizer Bevölkerung.
Wie ergänzen sich Deine internationalen Aufgaben im Tennis mit dem Engagement für eine mögliche Olympia-Kandidatur der Schweiz?
Beide Tätigkeiten verlangen strategisches Denken, internationale Vernetzung und ein klares Verständnis für die Mechanismen des Weltsports. Die Erfahrungen und die Kontakte aus dem Olympischen Komitee des internationalen Tennisverbands helfen mir, auch die Olympia-Vision mit internationaler Perspektive zu begleiten.
Was möchtest Du anderen Schweizer Sportorganisationen oder Verbandsvertreterinnen und -vertretern mitgeben, die ebenfalls stärker international wirken möchten?
Mut, Präsenz und Ausdauer. Wer international aktiv sein will, muss früh anfangen Verantwortung zu übernehmen, sichtbar sein und sich langfristig engagieren. Das bedingt, dass wir jungen Menschen möglichst früh Vertrauen schenken, Kompetenzen und Verantwortung übertragen, um Erfahrungen zu sammeln. Auf der anderen Seite braucht es eine eigene Meinung für ein klares Profil und das notwendige Quäntchen Glück sowie die richtige Konstellation zur rechten Zeit, um seine Chancen wahrzunehmen.