
Schweizer Olympia ParkVon der Konzeption in die Umsetzung
Das Projekt Schweizer Olympia Park soll den Schweizer Sport mit nachhaltigen, kollaborativen und innovativen Lösungen für die Zukunft rüsten. Mit dem Abschluss der Phase 2 im Juni 2025 und dem Start der Phase 3 (August 2025 bis Dezember 2026) erreichte der Schweizer Olympia Park 2025 einen zentralen Meilenstein: Erste Pilotlösungen liefen erfolgreich an, die zukünftige Governance nahm konkrete Formen an und der Digital Exchange Space erhielt im November 2025 grünes Licht.
Die Phase 2 des Schweizer Olympia Parks (SOP) von August 2024 bis Juni 2025 markierte den Übergang von der Konzeption in die Umsetzung. In acht Vertiefungsprojekten entwickelten und testeten die Beteiligten konkrete Pilotlösungen für die spätere Skalierung und bereiteten diese vor. Zwei dieser Vertiefungsprojekte (Swiss Olympic Innovation Hub und Athlet*innenversicherungen) wurden bereits zum Ende der Phase 2 in den normalen Linienbetrieb überführt, ein weiteres Vertiefungsprojekt (Fanyo) wurde beendet. Aktuell befindet sich das Gesamtprojekt in der Phase 3. Dabei werden fünf Vertiefungsprojekte mit insgesamt 17 Use Cases umgesetzt.
Datenarchitektur
Im Vertiefungsprojekt «Datenarchitektur» wurden die Anforderungen an den Digital Exchange Space (DES) spezifiziert. Zudem wurde eine Ausschreibung durchgeführt und es wurden Offerten mehrerer Technologieanbieter evaluiert. Der Exekutivrat von Swiss Olympic gab im November 2025 die Mittel für die Realisierung frei. Ab Sommer 2026 werden die ersten Funktionalitäten dieses zentralen Elements der zukünftigen Digitalisierung im Schweizer Sport sichtbar. Parallel dazu entwickelte das Projektteam die PISTE-App weiter und testete diese bereits mit einzelnen Verbänden. Auch im Use Case «Verbandsportal» gab es konkrete Fortschritte: Nach der Freigabe durch die Geschäftsleitung Ende 2024 wurde 2025 der Umsetzungspartner ausgewählt. Zudem wurden die Arbeiten zur Definition, Priorisierung und technischen Anbindung der Module gestartet – mit dem Ziel, den Austausch mit den Mitgliedsverbänden zu koordinieren und administrativen Aufwand zu reduzieren. Das «Athletendossier Gesundheit» bestand seine Feuerprobe beim ersten Live-Einsatz an den Olympischen Sommerspielen in Paris und stand bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina erneut im Einsatz.
Swiss Indoor Sports Alliance
Im Vertiefungsprojekt «Swiss Indoor Sports Alliance» starteten 2025 Pilotprojekte in den Use Cases «Neue Mitgliedschaften» (in Zusammenarbeit mit Level Sports) und «AI-generierter Social Media Content» (in Zusammenarbeit mit Magnify). Im Use Case «Mittelbeschaffung» konnten erste Testgesuche bei Vergabestiftungen erfolgreich platziert werden: Innerhalb von vier Wochen wurden über 50’000 Franken an Fördermitteln für den Sport gewonnen. Die Arbeiten zur zukünftigen Organisation wurden auf drei Varianten verdichtet, die in Phase 3 entschieden werden.
Research & Performance Centers
Im Vertiefungsprojekt «Research & Performance Centers» entwickelte Swiss Olympic die Richtlinien und Ausführungsbestimmungen für das neue Labelkonzept «Swiss Olympic Research Center» und «Swiss Olympic Performance Center» in enger Zusammenarbeit mit acht Schlüsselorganisationen (ETH, EPFL, EMPA, EHSM, Unil, OYM, FHGR, InnHub La Punt). Der Exekutivrat von Swiss Olympic gab das Konzept im November 2025 für die Umsetzung frei.
Athlete Hub
In verschiedenen Vertiefungsprojekten rund um den Athlete Hub wurden drei neue Versicherungen für Athlet*innen entwickelt, die wichtige Versorgungslücken schliessen. Zudem erarbeitete Swiss Olympic in enger Zusammenarbeit mit der EHSM ein neuartiges CAS für Athlet*innen, das im April 2026 ein erstes Mal durchgeführt wird und den Übergang in die Nachsportkarriere erleichtert.
Governance-Ebene
Auf Governance-Ebene fielen wichtige Grundlagenentscheide für die Zeit nach Projektabschluss (Dezember 2026): Der Exekutivrat beschloss, die für den Betrieb identifizierten Rollen in die Linienorganisation von Swiss Olympic zu integrieren und die Organisation entsprechend anzupassen.
Der Swiss Olympic Innovation Hub, der bis Ende der Phase 2 ebenfalls ein Vertiefungsprojekt des SOP war, nahm den Betrieb auf und setzte erfolgreich erste Förderprojekte um.