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Neues Ver­bands­för­der­mo­dellEnt­wick­lung eines neuen För­der­mo­dells zur Stär­kung der Au­to­no­mie der Ver­bän­de

Das Verbandsfördermodell von Swiss Olympic setzt gezielt Anreize, wie die nationalen Sportverbände ihre Mittelzuteilung und -verwendung im Sinne einer umfassenden Verbandsförderung gestalten. Durch die hohe Freiheit in der Mittelverwendung können die Sportverbände verstärkt selbstbestimmt handeln und ihre Mittel ihren Bedürfnissen entsprechend einsetzen.

In den letzten Jahren hat sich der Aufgabenbereich der Sportverbände massiv erweitert. Vor fünf bis zehn Jahren kümmerten wir uns im Wesentlichen um den Spitzensport. Das ist immer noch unser Kerngeschäft, aber mit dem Breitensport und vielen gesellschaftspolitischen Themen stehen wir heute für viel mehr als Spitzensport. Der Sport trägt dazu bei, die Gesellschaft zu entwickeln.

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Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic

Unsere Hauptgeldgeber, allen voran der Bund, haben Swiss Olympic vor ein paar Jahren den klaren Auftrag erteilt, das Verbandsfördermodell grundlegend zu überarbeiten und darin ethische Kriterien stärker mitzuberücksichtigen.

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Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic

Das bisherige Verbandsfördermodell war viele Jahre lang im Einsatz und wurde gut angenommen. Es war jedoch an der Zeit, es den heutigen Gegebenheiten anzupassen.

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Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic

Auf dem Weg zum neuen Modell haben wir das gesamte Knowhow der Schweizer Sportwelt mit ins Boot geholt. Und dabei in zwei Vernehmlassungen und diversen Workshops auch die Ressourcen der Verbände stark beansprucht. 2025 haben wir das neue Verbandsfördermodell weiterentwickelt und dem Sportparlament vorgestellt.

  • Wir wollen eine Stärkung und Professionalisierung des Verbandssports, insbesondere des Managements.
  • Wir geben den nationalen Sportverbänden eine höhere Autonomie im Einsatz der Mittel.
  • Wir berücksichtigen die veränderten Anforderungen an die Sportverbände, insbesondere auch im Bereich Ethik und Governance.
  • Wir stellen die Leistungssportförderung weiterhin ins Zentrum.
  • Wir geben alle Mittel, die wir für die Verbandsförderung zur Verfügung haben, an die Verbände weiter. Davon profitieren die Athletinnen und Athleten.

Mit der Übergangsphase 2027–2028 und der Pilotbewertung können wir das Modell optimieren, verschaffen den Verbänden Vorbereitungszeit für die vollständige Umsetzung ab 1. Januar 2029 und ermöglichen für die Jahre 2027 und 2028 eine hohe Planungssicherheit.

SCHWEIZ SPORT VERBAND SWISS OLYMPIC
Roger Schnegg, Direktor von Swiss Olympic

Wir haben im Projekt immer wieder auf die Kompetenzen der Verbände und deren Bereitschaft zum kritischen Feedback zählen dürfen. Das nun vorliegende Verbandsfördermodell ist das Resultat der gemeinsamen Erarbeitung. Mit dem Weg über die Pilotbewertung zur Übergangsphase bis zur vollumfänglichen Einführung per 1. Januar 2029 gehen wir den entwicklungsorientierten und partizipativen Weg weiter. Ich danke allen herzlich für den Einsatz in diesem richtungsweisenden Projekt und freue mich sehr auf die neue Zusammenarbeit zwischen den nationalen Sportverbänden und Swiss Olympic, die uns das Modell ermöglicht.

SCHWEIZ SPORT VERBAND SWISS OLYMPIC
Roger Schnegg, Direktor von Swiss Olympic
2023

Sep­tem­ber

Exe­ku­tiv­rat gibt den Auf­trag zur Über­a­r­bei­tung des Ver­bands­för­der­mo­dells

2024

Ja­nu­ar

Sta­ke­hol­der-Work­shops mit rund 250 Teil­neh­men­den

2024

Mai

Ver­nehm­las­sung Grob­mo­dell

2024

Juli

Ent­scheid Grob­mo­dell durch Exe­ku­tiv­rat

2024

Au­gust

Sta­ke­hol­der-Work­shop mit rund 60 Teil­neh­men­den zur Aus­a­r­bei­tung der Be­wer­tungs­kri­te­ri­en

2024

De­zem­ber bis Fe­bru­ar 2025

Ver­nehm­las­sung Mo­dell und Be­wer­tungs­kri­te­ri­en

2025

Ja­nu­ar

Sta­ke­hol­der-Work­shops zur Ver­nehm­las­sung

2025

März bis Sep­tem­ber

An­pas­sun­gen auf­grund Ver­nehm­las­sung

2025

No­vem­ber

Kom­mu­ni­ka­ti­on des neuen För­der­mo­dells am Sport­pa­r­la­ment

2025

De­zem­ber

Start Pi­lot­be­wer­tung

2027

bis 2028

Über­g­angs­pha­se

2029

Ja­nu­ar

Voll­um­fäng­li­che Ein­füh­rung

Das neue Verbandsfördermodell von Swiss Olympic setzt gezielt Anreize dazu, wie die nationalen Sportverbände ihre Mittelzuteilung und -verwendung im Sinne einer umfassenden Verbandsförderung gestalten sollen.

Durch die hohe Freiheit in der Mittelverwendung können die Sportverbände verstärkt selbstbestimmt handeln und ihre Mittel ihren Bedürfnissen entsprechend einsetzen. Die Verbandsförderung ist in drei Förderbereiche aufgeteilt: Basisaufgaben, Sport sowie Entwicklung. Alle vier Jahre, jeweils im Anschluss an die Olympischen Sommerspiele, werden sämtliche nationalen Sportverbände bewertet. Anhand der Bewertung werden die Förderbeiträge der Verbände für den nächsten vierjährigen Leistungsvereinbarungszyklus bestimmt.

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